Aus der Praxis für die Praxis: Der System Footprint in der Anwendung

Im folgenden Beitrag möchte ich Euch ein paar praktische Tipps für die tatsächliche Verwendung des System Footprint 4.0 und dem dazu nötigen Material geben.

Poster oder Beamer-Bild

Die Vorlage zum System Footprint 4.0 findet Ihr in der Online-Bibliothek, dort könnt Ihr sie einfach herunterladen.

Wenn Ihr die Canvas ausdruckt, verwendet ruhig einen DIN-A0-Ausdruck. Das mag zunächst riesig klingen, aber es verschafft Euch eine sehr effektive Übersicht und zudem genug Raum, um Eure Inhalte auch wirklich unterzubringen. Dafür braucht Ihr nur eine passende Wand.

Alternativ könnt Ihr auch einen Beamer verwenden und den System Footprint als pdf-Datei an die Wand projizieren. Die Post-its bzw. Sticky Notes (siehe weiter unten) heftet Ihr dann einfach an die Wand in die „virtuellen“, nur visualisierten Felder.

Bei dem Posterdruck liegt der Vorteil darin, dass Ihr das Ganze nach Beendigung einfach zusammenrollen und mitnehmen könnt – der erste Dokumentationsschritt ist sozusagen inklusive und den Rest könnt Ihr später erledigen.

Bei der Arbeit mit dem Beamer müsst Ihr unbedingt daran denken, Fotos von Eurem Footprint zu erstellen, da Ihr nach Beendigung des Workshops oder Meetings die Projektion beendet und die Zettel abnehmt.

Fotos können manchmal zu einem Problem werden, das wissen alle, die mit Geheimhaltungsregeln in Entwicklungszentren und ähnlichen Institutionen oder Projekten gearbeitet haben. Klärt dies im Vorfeld oder verwendet im Zweifelsfall das ausgedruckte Poster, um auf der sicheren Seite zu sein.

Zettelwirtschaft mit System

Für die Befüllung bietet es sich extrem an, Klebezettel – bekannter als Post-its – zu nehmen. Mein Durchsatz bei System-Footprint-Workshops wie auch bei meinen Moderationstätigkeiten ist extrem hoch, aber mit diesen kleinen Zetteln kann ich wunderbar flexibel arbeiten:

Einfach einen nehmen, etwas draufschreiben, drankleben, fertig. Umpositionieren, inhaltlich auffüllen, übereinander kleben, abnehmen – all das funktioniert einfach und schnell und ist besonders für die Arbeit in Teams sehr wertvoll: Bei Diskussionen und Klärungen von Problemen müssen die Materialien flexibel bleiben.

Es gibt eine feine „Premium-Variante“ der klassischen Post-its mit den Klebestreifen oben auf der Rückseite: Die sogenannten „Sticky Notes“ sind Zettel, die nicht mit Kleber haften, sondern sich dank ihrer statischen Aufladung an diverse Untergründe wie z.B. Fenster, Wände etc. binden.

Das sind sehr coole kleine Dinger, die natürlich auch leicht wieder zu entfernen sind. Diese „Statty Notes“ sind kein Massenprodukt und etwas teurer als die üblichen Post-its, aber ich kann sie dennoch nur empfehlen. Hier könnt Ihr sie finden: www.stattys.com

Sie halten wesentlich besser auf unterschiedlichen Untergründen als Post-its – und nichts ist ärgerlicher, als wenn die Zettel plötzlich nicht mehr an ihrem Platz bleiben, sondern alle herunterpurzeln, weil die Oberfläche für Kleber nicht geeignet oder es zu warm geworden ist.

Stifte mit Reichweite

Ebenso solltet Ihr die Vorteile guter Stifte nicht unterschätzen – und diese müssen überhaupt nicht teuer sein. Ich nutze klassische Filzstifte (wie meine Kinder), die es außerdem noch häufig im Angebot gibt. Die haben eine dünne und eine dickere Spitze an je einem Ende und können also multifunktional eingesetzt werden.

Verwendet bitte keine Bleistifte, Kugelschreiber oder ähnliches, das funktioniert alles nicht, wenn mehr als zwei Leute das Ganze auch wirklich lesen können sollen. Erspart Euch den Ärger und den Frust der ewigen Nachfragen und nutzt die Filzstifte.

Im nächsten Beitrag gebe ich einige weitere Tipps zur Anwendung und Befüllung des System Footprints.